Kreispokalfinale Ü35

FSV Bernau – Preussen Eberswalde 3:5 n.E. (2:2)

In einem packenden und emotional geführten Kreispokalfinale der Ü35 unser FSV Bernau am Ende denkbar unglücklich mit 3:5 nach Elfmeterschießen gegen Preussen Eberswalde. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 gestanden.

Bernau erwischte einen Traumstart in die Partie. Bereits früh brachte Patrick Herrmann seine Farben in Führung und sorgte damit für Rückenwind. In der Folge zeigte sich der FSV spielbestimmend und erspielte sich mehrere Chancen, um auf 2:0 zu erhöhen – doch diese blieben ungenutzt. Das sollte sich rächen: Der Ausgleich für Preussen fiel nach einer höchst umstrittenen Szene, in der dem Treffer ein klares Handspiel vorausging, das ungeahndet blieb.
Die Antwort der Bernauer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur kurze Zeit später erzielte Thomas Niemann die erneute Führung. Mit dem 2-1 für den FSV ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Vor einer stattlichen Kulisse von rund 300 Zuschauern bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich in der zweiten Hälfte ein offenes Spiel. Preußen Eberswalde kam gut aus der Kabine, übernahm mehr Spielanteile und erarbeitete sich zunehmend Chancen. Doch auch Bernau blieb gefährlich – insbesondere über Konter, die jedoch mehrfach fahrlässig vergeben wurden.
Und so kam es, wie es im Fußball oft kommt: Zehn Minuten vor dem regulären Spielende schlug Preussen doch noch zu. Der eingewechselte Ates nutzte einen Stellungsfehler eiskalt zum 2:2-Ausgleich und rettete sein Team in die Verlängerung.

In den folgenden zweimal zehn Minuten passierte wenig Zwingendes. Beide Mannschaften wirkten zunehmend ausgelaugt, klare Torchancen blieben Mangelware. Die Entscheidung musste somit im Elfmeterschießen fallen.

Hier nahm das Drama aus Bernauer Sicht seinen Lauf. Die ersten drei Schützen des FSV vergaben ihre Versuche, während Preussen Eberswalde bis auf einen Fehlschuss nervenstark blieb, und seine Elfmeter sicher verwandelte. Am Ende stand ein 5:3 im Elfmeterschießen und damit der Pokalsieg für Preussen.

Abseits des sportlichen Geschehens bleibt ein Punkt zumindest diskussionswürdig: Die Entscheidung, das Elfmeterschießen auf das Tor durchzuführen, hinter dem sich keine Zuschauer befanden. Angesichts der großen Kulisse und der besonderen Atmosphäre wäre es sicherlich im Sinne aller Beteiligten gewesen, die Entscheidung auf das Tor am Vereinsheim auszutragen. So ging ein Teil der Emotionen und der verdienten Bühne für dieses Finale verloren.

Trotz der bitteren Niederlage kann der FSV Bernau auf eine tolle Leistung zurückblicken – musste sich am Ende jedoch mangelnder Chancenverwertung und einem kaltschnäuzigen Gegner geschlagen geben.

Text: Sven Marschall
Fotos: Isabell Strohbach

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