FC Strausberg – FSV Bernau 2-1 (1-1)
Die erhoffte Wiedergutmachung ist ausgeblieben: Unsere 1. Mannschaft verliert beim Aufsteiger FC Strausberg mit 1:2 und muss damit die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Dabei hatte man sich nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Hennigsdorf einiges vorgenommen. Am Ende stand jedoch eine verdiente Niederlage, die einmal mehr einige Baustellen offenbarte.
Der Start in die Partie hätte kaum schlechter laufen können. Bereits nach zwei Minuten brachte Christoph Wunder die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Die Bernauer Defensive war dabei unsortiert, sodass Strausberg viel zu einfach zum frühen Treffer kam. Für Julius Gehrke im Tor gab es nichts zu halten.
Der frühe Rückstand machte die Aufgabe für unsere Mannschaft natürlich nicht einfacher. Nach rund zehn bis zwölf Minuten fand der FSV allerdings besser ins Spiel und erarbeitete sich erste Möglichkeiten, immer wieder über die linke Seite und Mattis Raschke. Die ganz zwingenden Torchancen blieben zunächst jedoch aus.
Für den Ausgleich sorgte schließlich Justin Möbius: Mit einem direkt verwandelten Freistoß zirkelte er den Ball sehenswert über die Mauer ins Eck und stellte auf 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.
Die spielentscheidende Phase begann in der 54. Minute. Kevin Zecha sah die Gelb-Rote Karte und erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst. Bereits in der ersten Halbzeit hatte der Innenverteidiger wegen Meckerns im gegnerischen Strafraum Gelb gesehen. In einem Zweikampf kurz hinter der Mittellinie ging er anschließend mit viel Intensität zu Werke und musste daraufhin vorzeitig vom Platz.
Über die Entscheidung lässt sich diskutieren. Allerdings hätte man sich auch gewünscht, dass der Schiedsrichter seine Linie bereits zuvor konsequenter durchgezogen hätte. Besonders eine Szene nach rund 30 Minuten sorgte für Unverständnis: Bei einer heftigen Grätsche von hinten gegen René Pütt hätte Schiedsrichter Hellblau auch dunkelrot statt Gelb ziehen können. Eine Entscheidung, die angesichts der Härte des Einsteigens durchaus Fragen aufwarf. Für Pütt war die Partie nach diesem Foulspiel zur Halbzeit beendet.
Aus dem aus dem Platzverweis resultierenden Freistoß, fiel schließlich der Strausberger Siegtreffer. Die genaue Entstehung war für die Außenstehenden nur schwer zu erkennen. Julius Gehrke unterlief den Ball, wurde möglicherweise noch behindert und letztlich kullerte die Kugel zum 2:1 über die Linie.
Ohnehin machte die sogenannte Energie-Arena ihrem Namen an diesem Abend nur bedingt Ehre. Die Flutlichtanlage sorgte für schwierige Sichtverhältnisse, da an den Eckbereichen teilweise nur jeweils eines von zwei Lichtern funktionierte. Gerade in den Strafräumen war dadurch nicht immer eindeutig zu erkennen, was sich genau abspielte. Das Ganze hatte zeitweise eher etwas von einer Geisterbahn als von einem gut ausgeleuchteten Fußballplatz.
Auch nach dem erneuten Rückstand gelang es unserer Mannschaft in Unterzahl nicht mehr, genügend Druck aufzubauen und sich klare Chancen auf den Ausgleich zu erspielen. Stattdessen boten sich den Gastgebern bei Kontern noch zwei Riesenchancen, darunter ein Pfostenschuss.
So blieb es beim 2:1 für den FC Strausberg. Unterm Strich eine verdiente Niederlage, bei der sich unsere Erste erneut zu wenig Durchschlagskraft erarbeitete und sich durch den Platzverweis zusätzlich selbst schwächte.
Nach nun neun absolvierten Spielen findet sich die Mannschaft von Trainer Joseph Aulich damit im Niemandsland der Tabelle wieder – genau dort, wo man eigentlich nicht hinwollte. Jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse aus den vergangenen Wochen zu ziehen und einen Weg zu finden, um möglichst schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Kopf hoch, Männer! Jetzt heißt es zusammenstehen, die Ärmel hochkrempeln und die kommenden Aufgaben mit der nötigen Konsequenz angehen.
Text: Sven Marschall
Fotos: Georg Kramkowski






















